Ein Teich für die Vielfalt – Regenwasser nutzen, Lebensräume schaffen

Im Jahr 2015 unterstützte die Berninghausen Stiftung die Errichtung eines sogenannten Evaporationsteiches auf dem Gelände des NABU Bremen am Vahrer Feldweg. Ziel des Projekts war es, einen lebendigen Rückzugsort für Amphibien und andere Teichbewohner zu schaffen – im Einklang mit ökologischer Technik und naturschutzfachlicher Sorgfalt.

Nach der Erweiterung bestehender Gräben wurde ein neuer Teich angelegt und mit einer speziell verlegten Regenwasserzuleitung vom Dach des benachbarten NABU-Geschäftshauses gespeist. So konnte der Wasserstand im Teich auf bis zu 1,5 Meter steigen – bei Trockenheit wiederum reguliert sich der Pegel ganz natürlich durch Verdunstung (Evaporation). Ein fein abgestimmtes System, das die Dynamik natürlicher Kleingewässer nachbildet.

Besonders viel Wert wurde auf die Bepflanzung gelegt: Die bereits vorhandene Flora in den Gräben wurde behutsam ergänzt, und eine gezielte Uferbepflanzung sorgt heute für Schutz, Struktur und Rückzugsmöglichkeiten – insbesondere für Amphibienarten, die auf ruhige Wasserzonen und Schattenbereiche angewiesen sind.

Begleitet wird das Biotop durch Schaukästen und wetterfeste Infotafeln, die Besucher:innen Einblicke in die Entwicklung von Lurchen, Pflanzen und weiteren Teichbewohnern geben. So entsteht nicht nur ein Naturraum, sondern auch ein Lernraum für Umweltbildung und Beobachtung. Die Zuwendung der Berninghausen Stiftung ermöglichte den Ausgleich von Material- und Maschinenkosten. Die praktische Umsetzung wurde mit viel Engagement von freiwilligen Helfer:innen getragen – darunter Bundesfreiwillige, Teilnehmer:innen des Freiwilligen Ökologischen Jahres, Praktikant:innen sowie zwei Hauptamtliche des NABU.

Ein Projekt, das zeigt, wie aus technischer Lösung, ökologischem Feingefühl und ehrenamtlichem Einsatz ein wertvoller Lebensraum entstehen kann.

Bildquelle: NABU Bremen

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