Artenschutz mit Sand und Steinen

Im Jahr 2023 wurde im Park links der Weser ein besonderes Naturschutzprojekt auf den Weg gebracht. Unterstützt unter anderem durch die Berninghausen Stiftung: der Bau einer Reptilienburg. Die Umsetzung konnte im Frühjahr 2024 starten, nachdem sich die ursprünglich geplante Bauphase durch langanhaltend schlechte Wetterbedingungen verzögert hatte.

Ziel des Projekts war es, ein strukturreiches Trockenbiotop für Reptilien, Amphibien, Wildbienen und andere Kleintiere zu schaffen. Auf einer rund 300 m² großen Fläche im Bereich „Hoher Horst“ wurde die Reptilienburg mit über
100 Tonnen Sand modelliert und durch Naturmaterialien wie Steine, Totholz, Wurzeln und Kies ergänzt. Die verwendeten Materialien stammten größtenteils vom Vereinsgelände selbst – naturnah und ressourcenschonend.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Einbindung junger Menschen. In Zusammenarbeit mit dem Bildungsträger Arbeit und Ökologie (A+Ö) wurde das Projekt zum Lernort. Schüler:innen des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums halfen aktiv beim Bau von Totholzhecken, beim Bohren von Brutröhren oder beim Einsetzen von Begrenzungspfählen mit. Zuvor erhielten sie eine Einführung in ökologische Zusammenhänge und Lebensraumgestaltung.

Im Verlauf des Jahres 2025 wurde die Reptilienburg erweitert und erste Pflegemaßnahmen durchgeführt. Diese Arbeiten übernahmen ehrenamtliche Helfer:innen und FÖJler des Parks, die hierbei auch Aktionstage mit Schulklassen organisierten und durchführten.

Eine Initialbepflanzung mit Solitärstauden ist ebenfalls vorgesehen und wird zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt. Auch eine Informationstafel mit Hinweis auf die Berninghausen Stiftung soll noch folgen und den Beitrag zum praktischen Naturschutz  sichtbar machen.

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