Mit Fledermäusen unter einem Dach – Ein Projekt, das begeistert

Im Jahr 2009 unterstützte die Berninghausen Stiftung das Projekt „Mit Fledermäusen unter einem Dach“ des NABU Bremen – eine aufwändige Kampagne mit dem Ziel, die Akzeptanz für Fledermäuse an Gebäuden zu verbessern und neue Lebensräume für diese faszinierenden Tiere zu schaffen.

Das Projekt setzte auf eine durchdachte Kombination aus Naturerlebnis, Information und direkter Bürgerbeteiligung. Denn obwohl das Interesse an Fledermäusen in der Bevölkerung hoch ist, fehlte es oft an Wissen und konkreten Handlungsanleitungen – etwa wie man Fledermausquartiere richtig schafft oder erhält.

Ein zentrales Element war das Fledermaus-Infotelefon, das mit über 300 Anrufen einen enormen Bedarf nach Beratung deutlich machte. Die meisten Anrufer:innen kamen nicht aus Naturschutzverbänden, sondern waren Hausbesitzer, Lehrkräfte, Architekt:innen oder Handwerker, die sich erstmals mit dem Thema beschäftigten – auf der Suche nach Rat, Informationen oder konkreter Unterstützung.

Begleitet wurde die Aktion von:

umfangreicher Medienarbeit (Anzeigen, Radio- und TV-Beiträge)

Veranstaltungen, Exkursionen und Schulprojekten

Infoständen auf Märkten und Messen

• und einer praxisnahen Informationsmappe, die über 100-mal verteilt wurde

Ein besonderes Highlight war die Verleihung der Plakette „Fledermausfreund“ an Hausbesitzer:innen, Schulen und Institutionen, die aktiv Quartiere eingerichtet oder erhalten hatten – darunter z. B. das Schulzentrum Habenhausen und der Recyclinghof Findorff. Die Übergaben wurden öffentlichkeitswirksam begleitet, etwa mit Unterstützung von Umweltsenator Reinhard Loske, was dem Projekt zusätzliche mediale Sichtbarkeit verlieh.

Die Wirkung? Überzeugend. Viele Menschen fühlten sich erstmals direkt angesprochen, begannen, Fledermäuse als Teil ihrer Umwelt zu begreifen – und übernahmen Verantwortung.

Die Berninghausen Stiftung war stolz, dieses Projekt fördern zu können. Denn es zeigte exemplarisch, wie Artenschutz funktioniert, wenn Fachwissen, Emotion und Beteiligung klug zusammengeführt werden – mit Herz, Handzettel und Hörer.

 

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